AfD-Fraktion lehnt Antrag der Grünen für Nachtflugverbot ab

Die Grünen stellen im Sächsischen Landtag einen Antrag auf Nachtflugverbot für den Leipziger Flughafen. Im Nachgang zur heutigen Expertenanhörung im Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft erklärt dazu der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende, Jörg Urban:

„Die DHL hat sich nur deshalb in Leipzig angesiedelt und ein modernes Expressfracht-Drehkreuz aufgebaut, weil hier Nachtflüge möglich sind. Für das Expressfracht-Drehkreuz sind Nachtflüge das Kernelement des Geschäftes, ohne dass das gesamte Geschäftsmodell in Frage steht. DHL ist mit 4000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Region. Mit DHL und mit dem Expressfracht-Drehkreuz Leipzig sind eine Reihe weiterer Unternehmensansiedlungen im industriellen und im Dienstleistungsbereich verbunden. Ein Nachtflugverbot könnte für die Region Leipzig den langfristigen Verlust tausender Arbeitsplätze bedeuten.

Deutlich wurde in der Anhörung, welche Anstrengungen bereits unternommen wurden, um den Fluglärm am Leipziger Flughafen zu verringern. So wird die Flugzeugflotte beispielweise durch DHL nach und nach durch neuere, erheblich leisere Maschinen ersetzt.

Deutlich wurde in der Anhörung auch, dass es den Grünen nicht nur um eine Minderung des Fluglärms geht. Die Forderung zielt auf eine ideologisch gewollte Entschleunigung durch Verhinderung der schnellen Warenströme. Dieses ideologische Ziel würde aber durch ein Nachtflugverbot nicht erreicht werden. Im Ergebnis würden Expressfracht-Zentren in anderen Regionen Europas profitieren und Leipzig Arbeitsplätze und Steuereinnahmen verlieren. Die AfD-Fraktion lehnt ein generelles Nachtflugverbot für den Leipziger Flughafen ab.“

 

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